Hapoel Be'er Sheva und Dinamo Zagreb teilten sich die Punkte in einer Partie des ersten Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League, ausgetragen im Giulesti Stadium, wo es keinem der beiden Teams gelang, die Nullnummer über die vollen neunzig Minuten aufzubrechen. Am Ende stand es 0:0.
Wie das Spiel verlief
Das israelische Team übernahm von Beginn an das Kommando und spielte auf Belagerung, mit einer bemerkenswerten Ballbesitzquote von 66 Prozent gegenüber 34 Prozent des kroatischen Kontrahenten. Der viele Ballbesitz führte jedoch nicht zu zwingender Offensivklarheit, während Dinamo Zagreb, tiefer stehend, sein Spiel über schnelle Umschaltmomente suchte.
Der erste Rückschlag der Partie ereignete sich früh, in der 24. Minute, als Dinamo Zagreb gezwungen war, früher als geplant zu wechseln: Lukas Kacavenda musste verletzt vom Feld, für ihn kam Miha Zajc, ein erzwungener Wechsel, der die Marschroute der Gäste für den Rest der ersten Halbzeit mitbestimmte.
Die zweite Halbzeit setzte die Tendenz der heimischen Dominanz ohne Lohn fort. Hapoel erspielte sich Chancen, doch der Abschluss ließ zu wünschen übrig, während sich Dinamo im Abwehrverbund solide zeigte und die vom Gegner gelassenen Räume nutzte, um mit Tempo zu überraschen.
Tore und Schlüsselmomente
Die Partie blieb ohne Tore, weshalb die wichtigsten Momente über die Wechsel auf der Bank liefen. Nach dem erzwungenen Wechsel in der 24. Minute wegen der Verletzung von Kacavenda nahm Dinamo Zagreb in der zweiten Halbzeit offensive Anpassungen vor: In der 63. Minute kam Smail Prevljak für Arbër Hoxha, und eine Minute später, in der 64. Minute, ersetzte Luka Ivanusec Mislav Orsic – Wechsel, die den kroatischen Angriff beleben sollten.
Auf Seiten der Gastgeber begann der Trainer von Hapoel ab der 69. Minute, Kräfte zu wechseln, als Amir Ganah für Jonas Malede kam. In der Schlussphase, in der 75. Minute, gab es einen Doppelwechsel mit den Einwechslungen von Mohammad Kna'an für Amankwah Forson und von Muhammad Abu Rumi für Javon East, um den Angriff aufzufrischen und das nicht fallende Tor doch noch zu erzielen.
Auch Dinamo Zagreb erneuerte seine Offensive in der 78. Minute mit den Einwechslungen von Kirill Kravtsov und Iker Almena für Luka Stojkovic beziehungsweise Mateo Lisica, während Hapoel seine Wechseloptionen in der 82. Minute mit den Einsätzen von Ofir Davidzada und Idan Nachmias für Pedro Amador und Matan Baltaxa abschloss. Keiner der Wechsel änderte etwas am Endergebnis.
Die Zahlen
Die Statistiken spiegeln den Spielverlauf klar wider: Hapoel Be'er Sheva war im Spielvolumen deutlich überlegen, mit 15 Torschüssen gegenüber 7 von Dinamo Zagreb, sowie einem ähnlichen Unterschied bei den Schüssen aufs Tor (2 zu 1). Auch der xG-Wert sprach für das israelische Team, mit 0,82 gegenüber dem bescheidenen 0,31 des kroatischen Rivalen.
Der Ballbesitz war ein weiterer aussagekräftiger Wert, mit 66 Prozent für Hapoel gegenüber 34 Prozent für Dinamo, untermauert durch eine deutlich höhere Passquote: 619 abgeschlossene Pässe der Gastgeber gegenüber nur 264 der Gäste. Auch bei den Eckbällen lag Hapoel mit 6 zu 2 vorn.
Dinamo Zagreb zeigte sich seinerseits diszipliniert bei den vom Gegner begangenen Fouls (13 zu 10) und erzielte eine effiziente defensive Leistung, mit 2 Paraden seines Torhüters gegenüber nur einem Eingriff des heimischen Schlussmanns. Keine der beiden Mannschaften sah während der gesamten Partie eine Karte.
Wie die Tabelle aussieht
Mit diesem Ergebnis holen sich beide Mannschaften nach dem ersten Spieltag ihren ersten Punkt in der Ligaphase der Europa League. Dinamo Zagreb rangiert auf dem achten Platz mit 1 Punkt, Ergebnis seiner einzigen bisher ausgetragenen Partie, die torlos remis endete.
Hapoel Be'er Sheva folgt unmittelbar dahinter auf Platz neun, ebenfalls mit 1 Punkt nach seiner ersten Begegnung. Beide Teams weisen dieselbe neutrale Tordifferenz (0) auf, in einem Wettbewerbsauftakt, bei dem die Tabellenspitze von Teams wie Sparta Prague, Benfica, Bayer Leverkusen, Lyon, Olympiacos, Omonia Nicosia und Sunderland belegt wird, die allesamt ihr Debüt mit einem Sieg und 3 Punkten auf dem Konto abschlossen.
Unsere Einschätzung
Unserer Meinung nach ist der bezeichnendste Wert des Abends die enorme Diskrepanz zwischen der Dominanz von Hapoel Be'er Sheva und seiner Unfähigkeit, diese in Tore umzumünzen. 66 Prozent Ballbesitz, 15 Abschlüsse und ein xG von 0,82 sind Zahlen, die sich in den meisten Fällen in mindestens einem Tor niederschlagen sollten, und ihr Ausbleiben hinterlässt den Eindruck einer vertanen Gelegenheit für das israelische Team im eigenen Stadion.
Dinamo Zagreb wiederum verstand es, sich auf eine Partie einzustellen, die man keineswegs kontrollierte, verteidigte geordnet und nutzte die Wechsel, um punktuell Gefahr zu erzeugen, wenn auch ohne größere Klarheit. Das Remis kann in diesem Sinne als gerechtes Ergebnis gewertet werden, betrachtet man die Gesamtleistung, ist aber auch ein Warnsignal für Hapoel im Hinblick auf die kommenden europäischen Aufgaben, bei denen die Effizienz vor dem Tor entscheidend sein wird, um in einer Tabelle nach vorne zu klettern, in der bereits sieben Teams eine makellose Siegbilanz aufweisen.
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