Der FC Sevilla holte sich die drei Punkte aus Riazor mit einem 1:0-Sieg gegen Deportivo La Coruña, in einem Spiel, das in der zweiten Halbzeit durch den Treffer von Miguel Sierra entschieden wurde und sich für die Gastgeber nach dem Platzverweis gegen Angeliño endgültig zuspitzte. Das Ergebnis lässt die Andalusier im oberen Tabellenbereich bleiben, während die Galicier einen weiteren Rückschlag in eigener Halle hinnehmen müssen.
Wie das Spiel verlief
Die erste Halbzeit endete torlos, wenngleich es auf der Trainerbank der Gastgeber schon Bewegung gab: Kurz vor der Pause, in der 45. Minute, nahm Deportivo einen Wechsel vor und brachte Adama Traoré für Bil Nsongo, eine Anpassung, die den Angriff für die zweite Halbzeit auffrischen sollte.
Nach der Pause ging der FC Sevilla entschlossen zu Werke und wurde schnell belohnt. Das Spiel kippte im Anfangsabschnitt der zweiten Halbzeit, während Deportivo mit gleich drei Wechseln in nur vier Minuten zu reagieren versuchte, dann aber sah, wie sich der eigene Plan kurz darauf mit dem Platzverweis gegen Angeliño in Luft auflöste.
Tore und Schlüsselmomente
Das erste und einzige Tor der Partie fiel in der 52. Minute durch Miguel Sierra, der die 0:1-Führung erzielte und dem Gastteam in Riazor den entscheidenden Schwung gab.
Fünf Minuten später, in der 57. Minute, reagierte Deportivo mit einem Doppelwechsel: Mario Soriano kam für Riki Rodríguez und Jonathan Asp Jensen für Yeremay Hernández, um die Mannschaft nach dem Gegentor neu zu ordnen.
Für die Gastgeber wurde es in der 59. Minute noch schwieriger, als Angeliño die direkte Rote Karte sah und Deportivo damit über eine halbe Stunde in Unterzahl spielen musste. Zwei Minuten später, in der 61. Minute, kam Giacomo Quagliata für Luismi Cruz, um das System an die Unterzahl anzupassen.
In der Schlussphase verwaltete der FC Sevilla den Vorsprung mit Wechseln wie denen von Isaac Romero, Giorgi Kochorashvili, Julio Díaz und Robbie Ure, während auch Deportivo mit Zakaria Eddahchouri wechselte. Zudem gab es in den Schlussminuten mehrere Gelbe Karten auf beiden Seiten, darunter für Kike Salas, Lorenzo Amatucci, Jon Guridi, Isaac Romero und Juan Iglesias, in einem von Spannung geprägten, aber ansonsten ohne weitere Torraum-Schrecken verlaufenden Ausklang.
Die Zahlen
Die Statistik zeigt ein Spiel mit ausgeglichenem Ballbesitz, aber deutlich größerer offensiver Klarheit auf Seiten des FC Sevilla. Deportivo hatte mehr Ballbesitz (53 % gegenüber 47 %), doch die Gäste waren im Abschluss klar überlegen: 11 Torschüsse gegenüber 4 der Galicier und 6 Schüsse aufs Tor gegenüber nur 3 der Gastgeber.
Bei den Ecken war die Verteilung ausgeglichen (4:4), ebenso bei den Fouls (15 von Deportivo gegenüber 16 vom FC Sevilla). Bei den Gelben Karten lagen die Gastgeber zahlenmäßig vorn (1 zu 4), doch Deportivo war das einzige Team, das eine Rote Karte sah – die von Angeliño, die einen Großteil des Spiels prägte.
Was den effektiven Ballbesitz betrifft, spielte Deportivo mehr Pässe (428 von 499) als der FC Sevilla (364 von 443), doch diese Überlegenheit im Spielaufbau schlug sich nicht in klaren Torchancen nieder.
So sieht die Tabelle aus
Mit diesem Ergebnis bleibt der FC Sevilla auf dem vierten Platz mit 13 Punkten aus 6 Spielen, das Resultat von 4 Siegen, 1 Unentschieden und 1 Niederlage, bei einer Tordifferenz von 9:6. Der Sieg in Riazor bestätigt die gute Form der Andalusier zuletzt, die auch schon Valencia bei ihrem letzten Heimspiel bezwungen hatten.
Deportivo bleibt derweil auf dem siebten Platz mit 9 Punkten, das Ergebnis von 2 Siegen, 3 Unentschieden und 1 Niederlage, bei 9 erzielten und 7 kassierten Toren. Die Niederlage gegen den FC Sevilla beendet eine Serie, in der die Galicier zuletzt kontinuierlich Punkte gesammelt hatten, darunter das Unentschieden gegen Getafe und die Siege gegen Villarreal und Valencia.
Unsere Einschätzung
Unserer Meinung nach hatte das Spiel einen klaren Wendepunkt: Das Tor von Miguel Sierra in der 52. Minute brachte Deportivo aus dem Gleichgewicht, und der Platzverweis gegen Angeliño sieben Minuten später begrub jede Hoffnung auf eine Reaktion der Gastgeber endgültig. Über eine halbe Stunde in Unterzahl gegen einen Gegner zu spielen, der bereits bei den Torchancen dominierte, ist eine schwere Last.
Die Statistik untermauert diese Einschätzung: Trotz mehr Ballbesitz und mehr abgeschlossenen Pässen fehlte Deportivo die nötige Durchschlagskraft im letzten Drittel, mit gerade einmal 3 Schüssen aufs Tor im gesamten Spiel. Der FC Sevilla dagegen wusste seine numerische Überlegenheit und die höhere Zahl an Abschlüssen zu nutzen, um einen Sieg einzufahren, der ihn fest im Kampf um die oberen Plätze von LaLiga hält.
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