Celtic musste eine schmerzhafte Heimniederlage hinnehmen und verlor 1:3 gegen Ferencvaros am ersten Spieltag der Ligaphase der UEFA Europa League. Das Spiel im Celtic Park sah die Ungarn, die ihre Effizienz nutzten, um die drei Punkte trotz der fußballerischen Überlegenheit der Schotten mitzunehmen.
Wie das Spiel verlief
Ferencvaros reiste mit einem klaren Plan nach Glasgow: schnell zuschlagen und die Räume ausnutzen, die ein offensiv ausgerichtetes Celtic bot. Und genau so kam es von Beginn an, denn die Ungarn gingen noch vor der halben Stunde in Führung.
Celtic, das über weite Strecken der Partie mit satten 63% den Ballbesitz dominierte, versuchte zu reagieren und erzielte kurz vor der Pause den Ausgleich. Doch nur eine Minute später schlug Ferencvaros erneut zu, in einer Aktion, die sich für den weiteren Spielverlauf als entscheidend erweisen sollte.
Die zweite Halbzeit begann mit einem weiteren Schlag für die Gastgeber, die mitansehen mussten, wie ihr Gegner den Vorsprung gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs ausbaute. Von da an warf sich Celtic mit mehreren offensiven Wechseln nach vorne, um den Anschlusstreffer zu erzielen, konnte das gegnerische Tor aber nicht mehr überwinden.
Tore und Schlüsselmomente
Der Torreigen wurde in der 20. Minute eröffnet, als Bamidele Yusuf präzise abschloss und Ferencvaros im Celtic Park in Führung brachte.
Celtic fand im Schlussabschnitt der ersten Halbzeit, in der 44. Minute, durch das Tor von Mika Baur den Ausgleich, der der heimischen Anhängerschaft neue Hoffnung gab.
Die Freude währte jedoch nur kurz. In der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+1') brachte Kristoffer Zachariassen die Ungarn kurz vor der Pause erneut in Führung – ein psychologisch harter Schlag für die Schotten.
Der Beginn der zweiten Halbzeit war fatal für die Ambitionen von Celtic: In der 47. Minute stellte Daniel Arzani den 1:3-Endstand her und entschied die Partie praktisch schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff.
Im Schlussabschnitt gab es auch die übliche Portion Spannung, mit den Verwarnungen für Jonathan Levi (86.) und Attila Osváth (87.), beide von Ferencvaros, in den körperlich anstrengendsten Minuten der Partie.
Die Zahlen
Die Statistiken spiegeln ein Spiel der Gegensätze wider. Celtic dominierte klar den Ballbesitz (63% gegenüber 37% für Ferencvaros) und übertraf den Gegner auch bei den Torschüssen insgesamt (16 zu 14) sowie vor allem bei den Ecken, mit einem deutlichen 11:3.
Die Effizienz lag jedoch auf ungarischer Seite: Ferencvaros kam auf mehr Schüsse aufs Tor (6 gegenüber 4) und wusste seine Chancen mit einer Konsequenz zu nutzen, die Celtic nicht erreichen konnte.
Bei den Fouls sammelte Celtic 18 gegenüber 14 bei Ferencvaros, wobei es die Gäste waren, die die beiden einzigen Gelben Karten der Partie sahen. Auch bei den abgeschlossenen Pässen zeigte sich die heimische Dominanz: 533 gegenüber 288 bei Ferencvaros, ein Unterschied, der die Spielkontrolle der Schotten bestätigt, ohne sich jedoch in Toren niederzuschlagen.
Wie die Tabelle aussieht
Das Ergebnis bringt Celtic in eine sehr schwierige Lage in der Gesamttabelle der Ligaphase der Europa League. Nach dieser Niederlage steht das schottische Team auf Platz 28 der Tabelle, ohne Punkte nach dem ersten Spiel und mit negativer Tordifferenz (1:3, TD -2).
Am anderen Ende der Tabelle sammelt Ferencvaros drei Punkte und rangiert auf dem sechsten Platz, mit einer Tordifferenz von 3:1 (TD +2) nach dem Sieg im Celtic Park. Der ungarische Erfolg platziert das Team unter den besten Mannschaften dieses ersten Spieltags, gemeinsam mit Teams wie Juventus, Crystal Palace, Sparta Prague, Besiktas, Union Saint-Gilloise und Benfica, die ebenfalls alle mit einem vollen Punktekonto in den ersten Spieltag gestartet sind.
Unsere Einschätzung
Unserer Einschätzung nach hat Celtic die defensiven Fehler in entscheidenden Momenten teuer bezahlt, insbesondere den Doppelschlag zwischen dem Ende der ersten Halbzeit und dem Beginn der zweiten, der für die Ambitionen der Gastgeber verheerend war.
Die Dominanz bei Ballbesitz, Ecken und abgeschlossenen Pässen zeigt, dass das schottische Team die fußballerischen Mittel hatte, um ein anderes Spiel zu gestalten, doch die fehlende Durchschlagskraft im gegnerischen Strafraum, die sich in nur 4 Torschüssen gegenüber 6 bei Ferencvaros widerspiegelt, erwies sich letztlich als entscheidend.
Ferencvaros zeigte seinerseits eine große Fähigkeit, Räume auszunutzen und im richtigen Moment zuzuschlagen – eine Tugend, die das Team unter den solidesten dieses ersten Spieltags der Ligaphase hält.
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