Brentford besiegte Chelsea im Gtech Community Stadium mit 3:0 in einer Begegnung, die über weite Strecken der neunzig Minuten ausgeglichen blieb, bis die Gastgeber in den letzten fünfzehn Minuten mit Nachdruck zuschlugen, um das Ergebnis zu besiegeln und einen Sieg einzufahren, der sie in der Tabellenspitze der Premier League festsetzt.
Wie das Spiel verlief
Die Partie im Gtech Community Stadium verlief in puncto Offensivproduktion ausgeglichen, wobei Brentford mehr Torschüsse erzeugte und Chelsea mehr Ballbesitz und Passspiel kontrollierte.
In der ersten Halbzeit gab es laut Spielverlauf keine nennenswerten Ereignisse, und die Anzeigetafel blieb ohne Tore. Die Partie blieb bis weit in die zweite Halbzeit hinein offen, wobei beide Mannschaften die Bank bewegten, um nach Alternativen zu suchen.
Die Wechsel begannen ab der 69. Minute, als Brentford Aaron Hickey und Mamadou Sangaré für Michael Kayode und Yehor Yarmoliuk einwechselte. Chelsea reagierte kurz darauf, in der 71. Minute, mit den Einwechslungen von Geovany Quenda und Josh Acheampong für Danny Welbeck und Wesley Fofana.
In der Schlussphase, nach weiteren Bewegungen auf beiden Bänken, kippte die Partie endgültig zugunsten der Gastgeber, die ihren Schwung nutzten, um mit einem deutlichen 3:0 die drei Punkte einzufahren.
Tore und Schlüsselmomente
Das erste Tor der Begegnung fiel in der 83. Minute durch Igor Thiago, der nach einer intensiveren zweiten Halbzeit der Gastgeber die erste Führung für Brentford erzielte.
Nur eine Minute später, in der 84. Minute, sah Igor Thiago selbst die Gelbe Karte, und in der 85. Minute folgte Mamadou Sangaré mit ebenfalls Gelb für die Bienen.
Das letzte Kapitel der Partie schrieb die Nachspielzeit, als Fábio Carvalho, der in der 87. Minute für Mikkel Damsgaard eingewechselt worden war, in der 90.+4. Minute traf und damit den 3:0-Endstand besiegelte.
In der letzten Viertelstunde gab es zudem weitere Wechsel auf beiden Seiten: Brentford brachte Dango Ouattara und El Hadji Malick Diouf, während Chelsea es mit Mahdi Nicoll-Jazuli und Estêvão versuchte, ohne dass diese Wechsel den Spielverlauf noch beeinflussten.
Die Zahlen
Die Statistik spiegelt eine Partie der Gegensätze wider: Chelsea dominierte den Ballbesitz mit 59 Prozent gegenüber 41 Prozent für Brentford und übertraf die Gastgeber auch bei den abgeschlossenen Pässen (430 zu 274) sowie bei den Ecken (12 zu 4).
Brentford war jedoch dort effizienter, wo es am meisten zählt: Die Mannschaft kam auf 13 Torschüsse gegenüber 12 von Chelsea und hatte vor allem doppelt so viele Schüsse aufs Tor, nämlich 6 gegenüber nur 2 der Gäste.
Brentford war zudem in einigen defensiven Bereichen diszipliniert im Vergleich zum Rivalen, sammelte aber zwei Gelbe Karten (Igor Thiago und Mamadou Sangaré) gegenüber keiner bei Chelsea. Es gab keine Platzverweise in der Partie.
Der Torhüter der Gastgeber wurde weniger gefordert, mit nur 2 registrierten Paraden, gegenüber 3 beim Torhüter der Gäste - ein Umstand, der bestätigt, dass eher die Effizienz als das Spielvolumen das Ergebnis entschied.
So sieht die Tabelle aus
Mit diesem Sieg klettert Brentford auf den dritten Platz der Premier League mit 9 Punkten aus 5 Spielen, das Ergebnis von 2 Siegen und 3 Unentschieden, ohne Niederlage, sowie einer Tordifferenz von +6 dank 10 erzielten Toren bei 4 Gegentoren.
Das Ergebnis festigt zudem eine aktuelle Serie, in der die Bienen ungeschlagen bleiben, mit Unentschieden gegen Bournemouth, Sunderland und Leeds United sowie Siegen über Tottenham und nun Chelsea.
Chelsea hingegen bleibt auf dem siebten Platz mit 7 Punkten nach 5 Spieltagen, mit einer Bilanz von 2 Siegen, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen sowie einer negativen Tordifferenz von -2, das Resultat von 10 erzielten Toren bei 12 Gegentoren.
Die Niederlage reiht sich ein in eine unbeständige Phase für die Londoner, die in ihren letzten fünf Begegnungen wechselhafte Ergebnisse zeigten, mit Siegen gegen Fulham und Brighton, einem Unentschieden gegen Hull City und Niederlagen gegen Arsenal sowie nun gegen Brentford.
Unsere Einschätzung
Unserer Meinung nach war der bemerkenswerteste Aspekt des Abends der Effizienzunterschied zwischen beiden Mannschaften: Chelsea führte den Ball geschmeidiger und erzeugte mehr Ecken, doch Brentford verstand es, seine Chancen in Torschüsse und letztlich in Tore umzumünzen.
Bezeichnend erscheint uns, dass das Ergebnis bis in die Schlussphase unangetastet blieb, was auf eine Partie physischer und taktischer Zermürbung hindeutet, die sich im richtigen Moment zugunsten der Gastgeber neigte, wobei die Tore von Igor Thiago und Fábio Carvalho innerhalb eines Fensters von nur sieben Minuten fielen.
Wir glauben, dass dieses Ergebnis die Kandidatur Brentfords als eine der Überraschungsmannschaften dieses Saisonstarts untermauert, die sich bereits in der europäischen Qualifikationszone eingenistet hat, während Chelsea seine mangelnde Durchschlagskraft korrigieren muss, wenn der Club in einer Tabelle aufsteigen will, die ihn derzeit auf Distanz zu den Spitzenplätzen hält.
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