Blick auf das leere Stadion Mendizorrotza vor dem Anpfiff der Partie zwischen Alavés und Valencia
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Spielbericht · LaLiga · 16. September 2026

Der Valencia überrascht in Mendizorrotza und besiegt Alavés dank eines Tores von Rioja mit 1:0

Der Valencia holte sich dank eines Tores von Luis Rioja in der 78. Minute die drei Punkte aus Mendizorrotza. Alavés kam gegen einen Gegner, der geordnet verteidigte und im richtigen Moment zuschlug, nicht zurecht.

Redaktion Golazo Scores · 4 min Lesezeit

Der Valencia feierte bei seinem Auswärtsspiel in Mendizorrotza einen bedeutenden Sieg, als er sich mit 0:1 gegen Alavés durchsetzte – in einer Partie, die dank eines Treffers von Luis Rioja in der Schlussphase entschieden wurde. Das che-Team, das vor diesem Spieltag Tabellenletzter war, sammelte damit lebenswichtige drei Punkte, die für etwas Aufatmen sorgen, während das Team aus Vitoria seine gute jüngste Heimserie unterbrochen sah.

Wie das Spiel verlief

Die Partie in Mendizorrotza verlief in der ersten Halbzeit verhalten und war geprägt von früh gezeigten gelben Karten: Javi Guerra und Antonio Blanco wurden in der 21. Minute verwarnt, eine Szene, die die Intensität und Nervosität widerspiegelte, mit der beide Mannschaften in die Partie gingen. Vor der Pause sah auch Pepelu Gelb, wodurch der Valencia bereits sehr früh drei vorbelastete Spieler hatte.

Die zweite Halbzeit setzte sich in derselben körperbetonten und umkämpften Tonlage fort, mit weiteren Verwarnungen für Aaron Mayol und Guido Rodríguez, beide vom Gastteam. Der Trainer des Valencia wechselte bereits vor dem Tor, um für frischen Wind im Angriff zu sorgen, und diese Wechsel sollten sich letztlich als entscheidend für das Endergebnis erweisen.

Tore und Schlüsselmomente

Der erste wichtige Wechsel erfolgte in der 63. Minute, als Luis Rioja für Hugo Duro ins Spiel kam. Alavés reagierte in der 67. Minute mit einem Doppelwechsel: Mariano Díaz kam für Toni Martínez, und Youssef Enriquez ersetzte Denis Suárez, um dem Angriffsspiel neue Impulse zu geben.

Auch der Valencia nahm in der 70. Minute einen Wechsel vor, als David Otorbi für den bereits verwarnten Guido Rodríguez eingewechselt wurde. Ausgerechnet der frisch eingewechselte Luis Rioja entschied die Partie in der 78. Minute mit dem einzigen Tor des Spiels – ein Treffer, der sich als entscheidend für das Endergebnis herausstellte.

Die Schlussphase war reich an Auswechslungen. In der 82. Minute musste Rioja verletzungsbedingt vom Feld und wurde durch Jesús Vázquez ersetzt, während der Valencia zudem Iker Córdoba für Justin de Haas sowie Arnau Martínez für Pablo Maffeo brachte. Alavés nahm auf der Suche nach einer Reaktion, die nie kam, in der 85. Minute einen Dreifachwechsel vor mit den Einwechslungen von Carles Aleñá, Ander Guevara und Miguel Rodríguez.

Die Zahlen

Die Statistik zeigt eine in Bezug auf klare Chancen ausgeglichene Partie, wenn auch mit interessanten Nuancen. Alavés dominierte den Ballbesitz (43 % gegenüber 57 % für den Valencia, tatsächlich also mehr für die Gäste) und erzeugte mit 15 gegenüber 10 Schüssen des che-Teams mehr Torabschlüsse insgesamt, wobei beide Mannschaften bei den Schüssen aufs Tor mit jeweils 3 gleichauf lagen.

Der Valencia war jedoch präziser im Spielaufbau und brachte 389 von 475 versuchten Pässen an, deutlich mehr als die 271 von 344 bei Alavés. Die Gäste setzten sich zudem bei den Ecken durch, mit 5 gegenüber 2, sammelten aber auch mehr Fouls (14 gegenüber 7) und mehr gelbe Karten, mit vier Verwarnungen gegenüber nur einer beim Heimteam.

Wie sich die Tabelle darstellt

Dieses Ergebnis lässt sich für beide Teams unterschiedlich lesen. Alavés bleibt mit 10 Punkten aus 6 Spielen (3 Siege, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen) auf dem vierten Platz, mit einer Tordifferenz von 11:6 (+5). Diese Niederlage unterbricht eine jüngste Serie, in der man vor diesem Ausrutscher ein Unentschieden und zwei Siege in den letzten Partien geholt hatte.

Der Valencia hingegen bleibt mit Platz 17 im hinteren Bereich der Tabelle, doch dieser Sieg bedeutet den zweiten Saisonsieg und bringt die Mannschaft auf 4 Punkte aus 6 ausgetragenen Spielen (1 Sieg, 1 Unentschieden und 4 Niederlagen). Die Tordifferenz bleibt mit 2:10 Toren (-8) weiterhin sehr negativ, ein Spiegelbild einer schwierigen Saison, die durch dieses Ergebnis leicht gelindert wird.

Unsere Einschätzung

Unserer Meinung nach hat dieser Sieg des Valencia in Mendizorrotza einen Wert, der über die drei Punkte hinausgeht. Für ein Team, das als Tabellenletzter mit einer stark angeschlagenen Tordifferenz anreiste, ist ein Auswärtssieg gegen einen im oberen Tabellenbereich angesiedelten Gegner ein Ergebnis, das als moralischer Wendepunkt wirken könnte.

Wir glauben, der Schlüssel lag in der taktischen Geduld: Der Valencia ließ sich vom körperlichen Druck und den frühen Karten nicht aus der Ruhe bringen und fand im richtigen Moment das Tor dank eines Bankwechsels, der sich als vorausschauend erwies. Alavés wiederum erzeugte zwar mit seinen 15 Torschüssen mehr offensives Volumen, konnte diese Überlegenheit aber nicht in Zählbares ummünzen – etwas, das wohl eine interne Überprüfung des Abschlussverhaltens im letzten Spielfelddrittel verdient.

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